Unico Graber — Safety Eyewear
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Veröffentlicht am 12. Oktober 2026

Zwei tolle Töchter – und ein Thema, das mir am Herzen liegt

UNICO Graber-Geschäftsführer Dominique Graber spricht über seine Rolle als Vater, den Familienalltag mit Down-Syndrom und das Engagement des Netzwerks hope21.

Auf unserem Blog geht es meistens um Schutzbrillen, gutes Sehen und Sicherheit am Arbeitsplatz. Heute wird es persönlich: Geschäftsführer Dominique Graber erzählt im Interview von seinen zwei Töchtern, vom Thema Down-Syndrom und davon, warum ihm das Netzwerk hope21 am Herzen liegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Menschen hinter dem Unternehmen: Hinter UNICO Graber stehen Familien, Erfahrungen und Themen, die bewegen.
  • Zwei tolle Töchter: Eine davon hat Down-Syndrom. Im Mittelpunkt steht der Mensch, nicht der Begriff.
  • hope21: Das Netzwerk bringt Eltern mit Familien in Kontakt, die selbst ein Kind mit Down-Syndrom haben.
  • Eine gemeinsame Haltung: Aufmerksam hinschauen und Bedürfnisse ernst nehmen, in der Familie wie im Unternehmen.

Ein persönliches Thema auf unserem Blog

Dominique, warum heute ein persönliches Thema?

Weil hinter einem Unternehmen auch Menschen stehen. Menschen mit einer Familie, eigenen Erfahrungen und Themen, die ihnen am Herzen liegen.

Ich habe zwei tolle Töchter. Eine davon hat Down-Syndrom. Deshalb ist das für mich kein Thema, mit dem ich mich nur gelegentlich beschäftige. Es gehört zu unserem Leben. Und ich finde, dass es auch auf unserem Blog einmal Platz haben darf.

Du sprichst ganz selbstverständlich von deinen zwei tollen Töchtern.

Weil es genau so ist. Ich bin Vater von zwei tollen Mädchen, und auf beide bin ich stolz.

Das Down-Syndrom gehört zu einer meiner Töchter. Wenn ich von ihr erzähle, möchte ich, dass man sie als Menschen wahrnimmt: mit ihrer Persönlichkeit, ihren Bedürfnissen, ihren Stärken und ihrem eigenen Willen. So, wie wir uns das für jedes Kind wünschen.

Die Verbindung zu hope21

Welche Verbindung habt ihr als Familie zu hope21?

Unsere Verbindung zu hope21 ist auch eine Familiengeschichte. Meine Frau Caja ist seit der Gründung im Vorstand und hat massgeblich dazu beigetragen, den Verein ins Leben zu rufen. Das Thema begleitet uns also sowohl im eigenen Familienalltag als auch durch ihr Engagement.

hope21 bringt Familien miteinander in Kontakt. Eltern können mit Menschen sprechen, die selbst ein Kind mit Down-Syndrom haben, ihre Fragen stellen und einen Einblick in deren Alltag bekommen.

Dass Caja von Anfang an daran mitgewirkt hat, diese Begegnungen zu ermöglichen, freut mich sehr. Als Vater weiss ich, wie persönlich die Fragen rund um die eigene Familie sind. Deshalb liegt mir die Arbeit von hope21 besonders am Herzen.

Der Wert des persönlichen Austauschs

Was macht diesen Austausch aus deiner Sicht so wertvoll?

Dass auch die ganz alltäglichen Fragen Platz haben:

  • Wie organisiert ihr euch?
  • Was beschäftigt euch?
  • Was funktioniert gut, und wo braucht ihr Unterstützung?

Gerade wenn eine Diagnose viele Fragen aufwirft, kann ein persönliches Gespräch wertvoll sein. Informationen sind wichtig. Gleichzeitig gibt es Fragen, bei denen man gerne jemanden gegenüber hätte, der aus eigener Erfahrung erzählen kann.

Jede Familie hat ihren eigenen Weg. Man kann die Erfahrungen anderer nicht einfach übernehmen. Aber man kann zuhören, sich austauschen und feststellen, dass man mit seinen Fragen nicht allein ist.

Dabei geht es sicher auch um Herausforderungen.

Ja, die müssen in einem ehrlichen Gespräch ebenfalls Platz haben. Man muss den Alltag nicht schönreden, um zu zeigen, wie viel Freude und Verbundenheit in einem Familienleben steckt.

Eltern sollten offen fragen dürfen – auch nach Dingen, die ihnen Sorgen machen. Ein persönlicher Austausch kann Raum dafür schaffen, ohne dass sofort auf jede Frage eine fertige Antwort vorhanden sein muss.

Begegnung öffnet den Blick

Was möchtest du Menschen mitgeben, die wenig Berührung mit dem Thema Down-Syndrom haben?

Dass es sich lohnt, einander kennenzulernen.

Wenn man wenig über Down-Syndrom weiss, hat man vielleicht bestimmte Vorstellungen oder ist unsicher. Eine persönliche Begegnung kann den Blick öffnen. Man lernt einen Menschen kennen und merkt, wie wenig ein einzelner Begriff über ihn erzählt.

Dabei muss man auch nicht immer sofort die richtigen Worte finden. Echtes Interesse und ein respektvoller Umgang sind ein guter Anfang.

Vater und Unternehmer: eine gemeinsame Haltung

Gibt es eine Haltung, die beide Rollen verbindet?

Für mich ist es wichtig, Menschen aufmerksam zu begegnen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Bei unserer Arbeit fragen wir, was jemand braucht, um gut und sicher arbeiten zu können. Auch im persönlichen Zusammenleben lohnt es sich, genauer hinzuschauen und zuzuhören. Nicht jeder braucht dasselbe. Und nicht alles lässt sich auf den ersten Blick erkennen.

Diese Aufmerksamkeit ist mir wichtig – in der Familie genauso wie im Unternehmen.

Was wünschst du dir im Umgang mit Menschen mit Down-Syndrom?

Mehr Selbstverständlichkeit. Dass Menschen dazugehören, direkt angesprochen werden und ihren Platz haben.

Und dass wir offen bleiben für den einzelnen Menschen. Menschen mit Down-Syndrom sind genauso unterschiedlich wie andere Menschen auch. Jeder hat eigene Interessen, Fähigkeiten und Wünsche. Diese kennenzulernen und ernst zu nehmen, ist für mich entscheidend.

Warum dieser Beitrag

Warum möchtest du hope21 auf diesem Blog vorstellen?

Weil mir das Thema persönlich am Herzen liegt und ich auf diese Möglichkeit des Austauschs aufmerksam machen möchte. Durch Cajas Engagement wissen wir auch, wie viel persönlicher Einsatz hinter dem Verein steckt.

Vielleicht liest jemand diesen Beitrag, der gerade selbst Fragen hat. Oder jemand kennt eine Familie, für die ein Gespräch hilfreich wäre. Dann kann schon der Hinweis auf hope21 etwas bewirken.

Ich habe zwei tolle Töchter. Eine davon hat Down-Syndrom. Das darf man wissen – und ich freue mich, wenn dieser Beitrag dazu beiträgt, dass Menschen neugierig bleiben, Fragen stellen und einander begegnen.

Über hope21

hope21 ist ein Netzwerk von Familien mit einem Kind mit Down-Syndrom. Es bietet Eltern die Möglichkeit, mit sogenannten HopeFamilies Kontakt aufzunehmen, Fragen zu stellen und Einblicke in deren Familienleben zu erhalten.

Mehr erfahren oder Kontakt aufnehmen: www.hope21.ch